Mechanismus des Schlafapnoesyndroms
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Schlafapnoe geht mit zum Teil lautem Schnarchen einher. Dieses Schnarchen wird durch die Rachenmuskulatur hervorgerufen, wobei das Schnarchgeräusch selbst dabei vom Zungenansatz stammt. Dieser setzt sich vor den Rachen und wird durch den Luftstrom bewegt. Das Schnarchen kann ein Hinweis auf das Schlafapnoesyndrom sein.
Ernst wird es, wenn während des Schlafens die Rachenmuskulatur komplett erschlafft und die gesamten Atemwege blockiert. Dann kommt es zum nächtlichen Atemsaussetzer. Der Stillstand hält nicht lange an, da das Gehirn die Unterversorgung mit Sauerstoff im Blut wahrnimmt und mit einem Arousal, einer Weckreaktion, auf den Zustand antwortet. Das Atmen wird wieder aufgenommen und der Schlaf geht weiter. Weiter heißt aber auch, dass er unmerklich kurzzeitig unterbrochen ist. Da bei Betroffenen des Schlafapnoesyndroms diese Weckreaktionen viele Male in der Nacht auftreten, werden die eigentlich wichtigen Tiefschlafphasen und Traumphasen unterbrochen. Diese Schlafprobleme nimmt der Betroffene einer Schlafapnoe nicht wahr, aber er spürt morgens nach dem Aufwachen die Folgen. Der erholsame Schlaf hat nicht stattgefunden, der Körper ist müde und schlapp.
Für den Körper sind während der Schlafphase zwei Dinge wichtig. Zum einen muss das Gehirn auf die Atemaussetzer mit einer Weckreaktion antworten, damit die Luftzufuhr wieder hergestellt wird. Zum anderen fällt als Folge der Aussetzer die Sauerstoffsättigung erheblich ab. Das belastet das Herz-Kreislauf-System zusätzlich und begünstigt Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Was für Lebenspartner oder Mitbewohner auf dem ersten Blick bzw. Hören nur eine nächtliche Belästigung ist, das andauernde Schnarchen, entpuppt sich häufig beim genaueren Hinsehen als Schlafapnoe des Schnarchers. Die Atemaussetzer lassen besonders Lebenspartner dabei manchmal in Panik geraten. Sie versuchen, den Schnarcher zu wecken. Dadurch wird dessen Schlaf aber noch zusätzlich unterbrochen, er wird schlimmstenfalls ganz aus dem Schlaf gerissen. Wenn sich Atemaussetzer häufen, was meistens nur von Lebenspartnern bemerkt wird, sollte der Betroffene im eigenen Interesse dringend einen Arzt aufsuchen, um das Vorliegen einer Schlafapnoe abzuklären.
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